Naturheilkunde TEN

Die Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) ist ein holistisches Medizinsystem, das sich in seiner Denk- und Arbeitsweise grundlegend von der Schulmedizin unterscheidet. ...

Im Wesentlichen geht es darum, Regulationsmechanismen mit Hilfe naturheilkundlicher Praktiken zu stärken. ... Der Mensch wird als Ganzes wahrgenommen und dieser als ein Teil der Natur. Seine Individualität ist in der TEN von grosser Wichtigkeit."

Marisa Pedretti, Naturheilpraktikerin und Dozentin

Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und basiert zum grössten Teil auf der Erfahrungsmedizin. Die Phytotherapie ist die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch Pflanzen und deren Zubereitung. Sie bietet ergänzende Möglichkeiten bei der Behandlung und Vorbeugung akuter und chronischer Krankheiten.

Eine individuelle, umfassende Beratung ist sinnvoll, damit die am Besten passenste Anwendungsform, Pflanzenmischung und Dosierung in Teemischungen, Urtinkturen und/oder standartisierte Phytotherapeutika zur Anwendung kommen.

Die Pflanzenheilkunde eignet sich bei:

  • Problemen des Verdauungsapparates wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Hämorrhoiden
  • Menstruationsbeschwerden, Menopause
  • Migräne, chronische Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen, Unruhezustände, Nervosität & Erschöpfung, Konzentrationsstörungen
  • Immunschwäche sowie akute und chronische Infekte (Sinusitis, Bronchitis, Schnupfen, Scheideninfekt etc)
  • Überschiessendes Immunsystem: Heuschnupfen und Allergien
  • Harmonischer Stoffwechsel
  • Bewegungsapparat: Rheuma, Fibromyalgie, Arthritis
  • Ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung bei Herz-Kreislauf-Symptomatiken

Spagyrik

Spagyrik ist ein uraltes ganzheitliches Naturheilverfahren der Stoffumwandlung nach den Regeln der Alchemie, welches Körper, Geist und Seele als eine im Gleichgewicht stehende Einheit betrachtet.

Spao meint trennen, lösen, scheiden, entgiften – ageiro meint verbinden, vereinen. Eine Arznei entsteht inden die Ausgangssubstanz schrittweise, durch aufeinander folgende Aufbereitungsverfahren verändert und schlussendlich wieder zusammengeführt wird. Ziel ist es, die wesenhaften Aspekte einer Heilpflanze  in eine für den Körper optimal aufnehmbare Form zu bringen.

Ein Weg zur Heilmittelerkenntis in der Spagyrik ist die angewandte Signaturenlehre. Sie beruht auf dem kosmischen Denken der Entsprechungen der materiellen Erscheinungsformen.

Paracelsus hat die schon seit dem Altertum bekannte Signaturenlehre in konkreten schriftlichen Formulierungen festgehalten. Der Naturheilpraktiker interpretiert die Merkmale der Pflanzen als Qualitäten, welche die im Körper des Klienten entstandenden Ungleichgewichte harmonisieren und eine neue Balance herstellen.

Homöopathie

"Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll."

Samuel Hahnemann

Die Homöopathie ist ein sanfter und zugleich tiefgreifender Therapieansatz. In der Regel werden keine Krankheiten oder Symptome in der Homöopathie behandelt, sondern der im Ganzen erkrankte Mensch in einer ganz spezifischen Krankheitssituation. 

Die Homöopathie wirkt durch ihre potenzierte Form direkt auf die Lebenskraft des Menschen. Die homöopathische Arznei regt dadurch die Selbstheilungskräfte des Patienten an, wodurch dieser in der Lage ist, selbst darauf zu reagieren.

Die Homöopathie kann als ganzheitlicher Ansatz zur Begleitung von Prozessen angesehen werden.

Ernährungslehre & Entgiftung

Die Ernährungslehre ist ein klassisches Naturheilverfahren. Schon Hippokrates schrieb: "Deine Nahrung soll deine Medizin sein".

Die Einflüsse unserer täglichen Ernährung und deren Wirkung auf unsere Körper stehen im Mittelpunkt.  Dieses Wissen kann bei der Prävention und ganzheitlichen Therapie eingesetzt werden.

Themen der TEN Ernährungslehre sind:

  • Die ordnende Funktion von lebendigem, strukturiertem Wasser
  • Ernährung und ernährungsabhängige Erkrankungen
  • Säure-Basen-Verhältnis
  • Orientierungspunkte einer ausgewogenen Ernährung
  • Als unterstützende Massnahme zu anderen naturheilkundlichen Verfahren

Ernährungslehre bei:

  • Stoffwechsel-Erkrankungen
  • Chronischen Entzündungen
  • Allergien
  • Verdauungsproblemen
  • Übergewicht
  • In besonderen Lebensituationen wie z.B. Schwangerschaft, Stillzeit

Entgiftung

Unter Entgiftung versteht die Naturheilkunde die Ausleitung oder Entschlackung der Stoffe, welche der Mensch oft unbeabsichtigt im normalen Alltag über Atmung, Ernährung oder Umwelteinflüsse aufnimmt und ungewollt im Körper anhäuft. Der ganze Körper ist davon betroffen - insbesondere jedoch das Bindegewebe. Diese Fremdstoffbelastungen können sich mit den elektrobiologischen Einwirkungen multiplizieren.

In der Folge ist die Entgiftung wichtig, welche mit dem Säure-Basen-Haushalt eng gekoppelt ist. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Schulung des Klienten über die zu meidenden, den Körper belastenden Stoffe.

Lebensführung

Der Begriff der Ordnungslehre geht auch auf Sebastian Kneipp zurück und bezieht sich auf die Lebensordnung des Menschens. Sie geht der Frage nach, wie der Mensch seinen persönlichen Lebensalltag gestaltet.

Für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil gilt es, eingefahrene Routinen zu durchbrechen und eine neue aufbauende Lebenshaltung zu entwickeln.

Die Ordnungslehre beinhaltet:

  • Erkenntnisse aus der modernen Elektrobiologie
  • Zahngesundheit
  • Innere Haltungen, Glaubensmuster
  • Die Lehre der Rhythmen: Atem, Schlaf, Essen, Bewegung und Entspannung

Verbesserter Umgang mit:

  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Überlastung, Stress
  • Chronischen Schmerzzuständen

Wir müssen auf unsere Seelen hören, wenn wir gesund werden wollen. Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Alles ist, mit Allem verbunden."

Hildegard von Bingen